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Hexenhäuschen-Neubau

Hexenhäuschen-Neubau

„Hexenhäuschen“-Neubau schreitet unverhofft gut voran
PariSozial-Geschäftsführer rechnet schon im Mai mit Umzug in neues Domizil am Gutshof Gestern Baustellenbegehung für Kinder und Eltern – Außengestaltung bereitet Sorgen

SUTTROP - Die ersten Mauern stehen schon, die Grundfläche ist abgesteckt, der Ansatz der Bodenplatte für das Erdgeschoss ist erkennbar: Es tut sich was auf der Baustelle neben dem Ini-Gutshof. Entsprechend gut gestimmt ist geschäftsführung der Paritätischen: „Wir hoffen, im Mai einziehen zu können“, gibt sich der Geschäftsführer der Lippstädter PariSozial GmbH zuversichtlich, dass die Kindertagesstätte „Hexenhäuschen“ drei Monate früher als noch vor wenigen Wochen erwartet ihre Pforten an der Suttroper Lindenstraße öffnen werden kann, sofern der Winter nicht allzu streng wird.

Erst Anfang September war nach einer vierjährigen Domizilsuche voller Höhen und Tiefen die Baugenehmigung für den Neubau erteilt worden. Seither geht es Schlag auf Schlag – auch weil sich die Stadt sehr kooperationsbereit zeigte. Vor vier Wochen wurde das Erdreich auf der Fläche abgeschoben, nun nimmt bereits der Keller Form an. Mittlerweile vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eines der derzeit 50 betreuten Kinder neugierige Blicke durch den Bauzaun wirft. Gestern Nachmittag schließlich hatten die kleinsten Nutznießer des Neubaus Gelegenheit dazu, den Fortschritt der Bauarbeiten hautnah mitzuverfolgen: Zusammen mit ihren Eltern waren sie von der PariSozial GmbH und dem zuständigen Architekturbüro Sander aus Erwitte für eine Baustellenbegehung zum Gutshof geladen worden. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen, während die „Großen“ die Pläne unter die Lupe nehmen durften.

700 Quadratmeter soll das Gebäude künftig umfassen, dazu kommen gut 3000 Quadratmeter Freifläche. Behoben wird damit ein großes Manko der bisherigen Heimstätte des „Hexenhäuschens“ auf dem Klinikgelände: Dort waren drei Gruppen auf zwei 500 Meter voneinander entfernte Häuser verteilt. Auch die Nähe zum Gutshof wird als großen Vorteil des neuen Standortes geschätzt: „Das ist eine tolle Gelegenheit, den Kindern das Berufsleben näher zu bringen.“ Es wird darauf gehofft, einen Teil des Freigeländes einzäunen lassen zu können, um dort Tiere zu halten, für die wiederum jedes Kind eine Art Patenschaft übernehmen könne.

Nicht zuletzt freut man sich darüber, dass die zunächst strittige Frage der Zufahrt gelöst werden konnte: Durch den Abriss alter Garagen entsteht ein Zugang an der Lindenstraße. Kopfzerbrechen bereitet dem Geschäftsführer der Trägergesellschaft dagegen, neben den nicht absehbaren Witterungsbedingungen der Wintermonate, vor allem die weitere Gestaltung des Außenbereichs. Zuschüsse vom Land und von der Stadt gebe es nur für die Innenausrichtung, „das Außengelände müssen wir selber heben“. Die Spielgeräte vom alten Standort seien zu marode, als dass man sie mitnehmen könne. Hier hoffe man auf Spenden. Solche Sorgen dürften den Kindern, die gestern über die Baustelle spazierten, noch fremd sein: Sie freuten sich eher darüber, auf dem Bagger Platz zu nehmen. Auch in den nächsten Monaten sollen sie immer wieder beobachten dürfen, wie das neue „Hexenhäuschen“ Gestalt gewinnt, betont der Geschäftsführer – „damit sie sehen, wie das wächst und entsteht, und das neue Gebäude so als ‚ihren‘ Kindergarten annehmen…“

Quelle: www.soester-anzeiger.de - Warstein - Mittwoch - 4. November 2009

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