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Suttroper Diamant symbolisiert Integrationscharakter des Ortes

Eröffnung der „Verselbstständigungsgruppe“ im Haus Steindrücken Suttroper nehmen neue PariSozial-Einrichtung für Jungendliche vorbehaltlos an.

Suttroper Diamant symbolisiert Integrationscharakter des Ortes

„Was gut beginnt, entwickelt sich in der Regel positiv“- davon waren gestern die Teilnehmer an der Eröffnungsfeier der „Verselbstständigungsgruppe“ überzeugt.

Ein kleines Steinchen mit großem Symbolcharakter überreichte Ortsvorsteher Erwin Koch gestern zur Eröffnung der „Verselbstständigungsgruppe“ im Haus Steindrücken. In einem Blumenbouquet arrangiert, soll der Suttroper Diamant auf den integrativen Charakter des gesamten Ortes hinweisen. Koch: „ Er hat Ecken und kanten, aber wer genau hinschaut, erkennt seinen wahren Wert.“
Dass die Suttroper die neue Einrichtung der Jugendhilfe mit Appartements und Wohngruppen für insgesamt 14 Jugendliche so vorbehaltlos annehmen, würdigte auch der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Kreisgruppe Soest/Hochsauerlandkreis, Peter Bendel. Als Sprecher des Betreibers, der PariSozial gGmbH, begrüßte er gestern Morgen zur kleinen Eröffnungsfeier den Vertreter der Fachaufsicht des Landesjugendamtes Münster, Wolfgang Schröder, sowie Kreisjugendamtsleiterin Gudrun Hengst. Die mit der Hausverwaltung beauftragte Initiative für Jugendhilfe, Bildung und Arbeit aus Lippstadt (INI) wurde von den beiden Geschäftsleitern Andreas Knapp und Reinhard Venjakop vertreten.
Der besondere Dank des Sprechers ging an die Hausbesitzer Heinz Weiken, Manfred Wagner und Heribert Weber. „Ohne sie wären wir heute gar nicht hier“ , würdigte auch die Warsteiner Jugendamtsleiterin Jutta Heinert die Verdienste des dreifachen Ws“ um den Erhalt des Hauses Steindrücken. Sie erinnerte an ihren Amtsantritt vor drei Jahren. Damals war das Kinder- und Jugendhaus an der Bergenthalstraße eine der ersten Jugendhilfeeinrichtung im Stadtgebiet.
Inzwischen sei es für einige Jugendliche und Familien in Warstein zum Bestandteil, möglicherweise zum Meilenstein der Lebensbiografie geworden. Umso mehr habe sie sich gefreut, als der damalige Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sie vor einigen Monaten nach ihrer Meinung zu einer möglichen Außenwohngruppe im Haus Steindrücken gefragt habe. Eine Idee, der die Fachfrau nur zustimmen konnte: „Der Übergang für Jugendliche von einer Wohngruppe zum eigenständigen Leben benötigt viel Unterstützung und Zeit.“ Häufig kippen Jugendhilfemaßnahmen genau an dieser Stelle.
Wenn die Betroffenen in Warstein demnächst aus dem behüteten Rahmen des Kinder- und Jugendhauses an der Bergenthalstraße entlassen werden, verschafft ihnen die offene Wohnform im Haus Steindrücken das nötige Rüstzeug für ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben. Heinert: „ Trotzdem ist klar, dass häufig auch schwierige Biografien hinter den Jugendlichen liegen, so dass ein solcher Verselbstständigungsprozess selten problemlos verläuft.“ Für den Vertrauensvorschuss, den die Bevölkerung der Einrichtung gewährt, bedankte sie sich ausdrücklich: „Mit ihrer Hilfe können Jugendliche mittendrin in Suttrop eine neue Heimat finden.“ Sie vertraut auf den Zauber, der jedem Anfang inne wohnt und nicht zuletzt ihrer eigenen Erfahrung: „Was gut beginnt entwickelt sich in der Regel positiv.

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